Kunstausstellung: Salvador Dali - ausgewählte Originalgraphiken
Freuen Sie sich vom 26.02.-01.08.26 auf die Ausstellung "Salvador Dali - ausgewählte Originalgraphiken" in der Galerie Pütz.
Ausstellung
Salvador Dali
Ausgewählte Originalgraphik
Dali zählt zu den erfolgreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts neben Picasso, Matisse und Chagall.
Er zählt aber nicht nur zu den bekanntesten Künstlern der Moderne, sondern auch zu den umstrittensten. Die Kritiker sind sich bis heute uneinig, ob er ein wirkliches Genie war oder nur ein exaltierter Verrückter. Und selbst die Gruppe der Surrealisten, in der kleine Verrücktheiten zum guten Ton gehörten, findet ihn irgendwann „zu surrealistisch“ und schließt ihn prompt aus der Gruppe aus.
Woher kommt der Begriff Surrealismus?
Er kommt aus dem Französischen und bedeutet „Überwirklichkeit“. Sie ist eine von der Tiefenpsychologie angeregte Stilrichtung, in der die unbewussten, unterbewussten, wunderbaren und unbeantworteten Elemente des menschlichen Geistes verwertet werden und sich gleich Träumen in einem rein psychologischen Automatismus aussprechen sollen.
Der Surrealismus
ist eine Stilrichtung, die schon im 16. Jahrhundert große Bedeutung hatte. Von Hieronymus Bosch über Pieter Brueghel bis zu Goya gab es in den vergangenen Jahrhunderten weltbekannte Künstler. Aus unserem Jahrhundert zählen zum Beispiel Dali, Chagall, Max Ernst und Magritte dazu.
Um das Ergründen geht es auch in Dalis Werk. Während seiner frühen surrealistischen Phase entwickelt er seine berühmte paranoisch-kritische Methode, die er aus den Theorien Freuds abgeleitet hat. Aus unbewusst verschütteten Erinnerungen entstehen z. B. die weichen Uhren, die brennenden Giraffen oder Menschen deren Körper aus Schubladen bestehen.
Es sind die Schubladen des Unbewussten, die sich hier für den Betrachter öffnen. (Vgl. Göttl. Komödie Der gefallene Engel)
Dali selbst hatte einige verschüttete Erinnerungen seiner Vergangenheit aufzuarbeiten. Sein vor seiner Geburt verstorbener Bruder wurde für ihn zu einer Art alter ego. Sein Vorname war ebenfalls Salvador gewesen und Dali glaubte seinem Bruder so zu ähneln wie ein Spiegelbild. Er identifizierte sich so stark mit seinem toten Bruder, dass er seinen eigenen Körper als das Bild „einer verwesenden, verfaulenden, weichen, von Würmern zerfressenen Leiche“ betrachtete.
Auch seine erotischen Fantasien sind von seinem Körperbild beeinflusst: “ Ich träume von leichenhaften Formen, von langgezogenen Brüsten, von zerrinnendem Fleisch…“
Immer wieder tauchen solche Versatzstücke des Hässlichen und des Todes auf, bis in das Spätwerk hinein. Dali sah sich selbst aber als Maler des Schönen. Er arbeitete aus der architektonischen Idee heraus, aus dem Schönen wie Raffael oder Vélasquez. Dennoch bleibt die Gegenwelt des Hässlichen, des Todes, der Vergangenheit und Auflösung – wie häufig in der spanischen Tradition – ständig gegenwärtig.
Die Ausstellung ist immer Donnerstag bis Samstag von 14.00 - 18.00 Uhr geöffnet.